Die geplanten Baumaßnahmen der B42 in Vallendar // 07.06.2016 19:01

Stadt Vallendar, Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Der Umbau der B42 ist nun auch in Vallendar angekommen. Losgehen soll es Mitte dieses Monats in der Ortsdurchfahrt. Zugleich ist er Abriss der Fußgängerbrücke geplant, die sich neben der Kongresshalle befindet und gerade saniert wird. An dieser Stelle entstehen in Hinblick auf die Verkehrsführung Änderungen. Hiervon ist der Kreuzungsvorgang am Verkehrsknotenpunkt an der Westerwaldstraße (L308)/B 42 sowie die Anbindung zur Insel Niederwerth betroffen. Darüber hinaus kommt auch zeitgleich zu einem weiteren Ausbau. Der untere Abschnitt von der Hellenstraße wird zu einem verkehrsberuhigten Bereich ausgebaut, und zwar zwischen der Heerstraße und der B 42. Es soll eine Fußgängerzone entstehen. 

Auf der letzten Stadtverordnetensitzung gab der Stadtrat bekannt, dass die gesamten Bauarbeiten voraussichtlich ungefähr 695.000 Euro kosten werden. In dieser Summe sind schon alle anfallenden Tiefbauarbeiten enthalten, die für die neue Verkehrsführung notwendig sind. Außerdem umfasst sie auch den Neubau der Bushaltestellen sowie die Erweiterung der Hellenstraße. Allerdings fehlen in der Hochrechnung noch die Kosten für den Abriss der Fußgängerbrücke. Diese sollen aber bereits in der nächsten Stadtverordnetenversammlung bekannt gegeben werden. Laut Schätzungen soll der Abriss noch mal ungefähr 150.000 Euro kosten. Es wird damit gerechnet, dass allein die neue Ampelanlage 125.000 Euro kosten wird. In Hinblick auf die Finanzierung gibt es eine positive Nachricht. Das Land fördert alle Baumaßnahmen mit 70 Prozent. Der Neubau der Bushaltestellen wird sogar zu 85 Prozent finanziell gefördert. 

Insgesamt haben sich auf die Ausschreibung für die Bauarbeiten lediglich zwei Bauunternehmen beworben. Deshalb konnte der erste Kostenplan nicht eingehalten werden. Er musste überarbeitet werden. Nun liegen die Kosten ungefähr 16 Prozent höher als zu Beginn angenommen. Auf der letzten Stadtverordnetenversammlung nahmen der Planer und Bauleiter hierzu Stellung. Die Gründe liegen laut ihm zum einen bei der aktuell guten Wirtschaftslage im Baugeschäft. Zum anderen sollen die aufwendigen und komplexen Bauarbeiten Schuld sein, da sie bei fortlaufendem Verkehr stattfinden. Aus diesem Grund ist es notwendig, drei Baufelder sowie zehn wechselnde Unterbaufelder zu installieren. Außerdem machte er deutlich, dass sich die gesamten Kosten nur auf ein Drittel belaufen würden, wenn die B 42 komplett gesperrt werden würde. Nun wird die Bundestraße aber nur für den Abbau der Fußgängerbrücke einmalig komplett gesperrt, und zwar voraussichtlich am letzten Wochenende des Monats August. Zu Beginn soll eine Wendespur gebaut werden. Diese wird auf der Höhe des Bahnüberganges angelegt, dort wo er ebenerdig ist. Im Anschluss konzentrieren sich die Bauarbeiten auf den Einmündungsbereich der L308/B42. Zuletzt geht es bei den Bauarbeiten um die Einmündung der Hellenstraße in die B 42, wobei ein neuer Fußgängerübergang gebaut und der untere Abschnitt der Straße ausgebaut wird. Alle Bauarbeiten sollen höchstwahrscheinlich nur bis Oktober andauern. Die Verwaltung der Verbandsgemeinde (VG) muss sich erst noch mal mit den betroffenen Busunternehmen absprechen, dann wird der genaue Zeitplan veröffentlicht. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Fred Pretz, gab bekannt, dass sich die Einstellung der Ampelphasen an den vorliegenden Prognosen orientiert. Für die Zukunft wird erwartet, dass die Baumaßnahmen deutlich und spürbar zur Optimierung des Verkehrsfluss auf der B 42 beitragen.