Konzert von Cat Ballou in Koblenz // 09.06.2016 22:06

Cat Ballou ist in Koblenz, das bedeutet neben einer Konfettikanone auch Kölsche Tön!

In Koblenz lautete das Motto, das der schönste Platz noch immer an der Theke ist. Die vier Jungs von Cat Ballou waren der selben Meinung als sie auftraten. Sie setzten sich für die letzten beiden Songs auf die Theke des ausverkauften Club Palais. 

Wer aber einmal auf der Theke Platz genommen hat, dachten sich die Jungs, das nun die Fans mit dem Singen weitermachen könnten. Und genau das taten sie auch. Bei dem Song "Ich will noch nit, ich will noch nit noh Huss" gaben also die Fans ihr bestes und sangen zu hunderten im Chor. Die Band selbst hat dieses Highlight beobachtet und wurde ein wenig andächtig dabei. 

Die Mundart Rocker geben bei ihren Konzerten immer alles und genauso war es auch bei diesem Auftritt. Es war eine recht schweißtreibende Angelegenheit. Dies gilt aber nicht nur für die Band sondern auch für das Publikum. Beim Song "Ming Stadt" gaben sich alle große Mühe und sangen besonders bei Refrain mit. Der "Danzroboter" brachte die Glieder in Wallung und alle wollten sich bewegen. Die Band unterstützte ihr Publikum natürlich und gab Anweisungen. So wurden "Zwei Schritte nach rechts, zwei Schritte nach links, Hüfte kreisen lassen. Wer nicht mitmacht wird halt vom Nebenmann umgelaufen." Aber da es ausgesprochen wurde, machten auch alle fleissig mit. Genau das war ein wirklich tolles Bild. 

Die Stimmung aber auch das Temperament wurden von Song zu Song besser. Der Keyborder wollte plötzlich wissen, ob denn alle ihre Handtücher dabei hätten? Dies hatte einen Grund, denn alle waren so sehr ins Schwitzen gekommen, dass Dominik Schönenborn am liebsten einen Aufguss wie in der Sauna gemacht hätte. Denn genauso war das Gefühl. Leider hatten die Fans aber keine Handtücher dabei, aber das gab der Stimmung keinen Einbruch. Der größte Hit der Band "Et jitt kei Wood", war der Anlass Köln Fähnchen zu schwingen. Beim Song "König" wurde fleißig mitgesungen. Das Stück wird mit dem Klavier begonnen und dann von dem Schlagzeug begleitet. Danach explodierte die Konfettikanone und alle wurden animiert, wieder das Tanzbein zu schwingen. 

Oliver Niesen, der Sänger der Band entschuldigte sich beim Publikum, dass falls sie nass werden, eine feuchte Aussprache im Spiel ist, oder vielleicht der Schweiß dafür verantwortlich ist. Er betonte, dass Schweiß gut ist. Genau daran lässt sich eine gute Party erkennen. Genau das war auch beim Auftritt der Kölner der Fall. Denn es war eine tolle Party und daher wurde die Zugabe der Band direkt an die Bar verlegt, wo die Sänger nocheinmal ihr bestes gaben und doch eigentlich nur den Anschwung gaben um die Fans auf Hochtouren zu bringen.